Vivendsion, Visionen lebendig werden lassen. Das ist unser Ideal. Dafür stehen unsere Kommunikationsprojekte.
Die Wortkreation stammt von Annika Pehl, die mit ihrer Einsendung unter dem Titel "Vivendsion" unseren Schreibwettbewerb der 1. Jugendzukunftskonferenz 2000 gewann.
Hier lesen sie ihren Beitrag, der uns inspirierte. Mehr zu unserer Arbeit lesen sie hier.
Meine Vision für das neue Jahrtausend
von Annika Pehl
Vivendsion - Eine Sache der Entscheidung.
Eine Vision, was ist das? Eine Vision ist zum ersten eine übersinnliche Wahrnehmung. Zweitens eine Traumvorstellung, ein Wunschbild, so sagt es das Lexikon. Den ersten Punkt kann ich gleich abhaken, denn ich habe bis jetzt noch nicht gemerkt, dass ich über übersinnliche Kräfte verfüge. Der zweite Punkt sagt, dass sie eine Traumvorstellung ist. Also, ich blicke in die Zukunft und denke darüber nach, was besser sein könnte. Dieser Gedanke existiert dann aber nur in meinem Traum.
Die ersten Gedanken, die mir dazu einfallen, sind Dinge wie der Weltfrieden. Alle Menschen leben glücklich miteinander, allen geht es gut. Wir leben praktisch im Paradies auf Erden. Diese Gedanken sind eine Vision, eine Traumvorstellung, sie ist also nicht existent. Das ist ziemlich gemein, wäre das nicht wunderschön?
Gibt es denn keine Vision, die Wirklichkeit werden könnte? Ich schaffe mir einfach eine, ich werde die Regel brechen und erfinde meine "Vivendsion" (lat. vivendi zu leben). Sie wird immer mehr Wirklichkeit in meinem Kopf, sie ist mir ganz nah. Ich denke nach,..........................
..........alles ist zum Greifen nah, die Menschen müssten nur ihre Hände ausstrecken. Doch anstatt den einfacheren Weg zu gehen, den, der sich uns zeigt, nein, da schlängelt man sich lieber durch ein Dickicht und kommt wieder und wieder am gleichen Punkt an ........... Ich Blick auf. In meinem Kopf schwirren tausend Bilder und Rettung des Holzmann Konzerns. Auf der dritten Seite finde ich noch einen kleinen Artikel. Er hat kein Foto und man überliest ihn fast, doch irgendwie zieht er mich an. "Erster schwedischer Kernreaktor vom Netz", steht in der Überschrift. Nach 19 Jahren konnte die schwedische Regierung endlich einen von 12 Atomreaktoren ausschalten.
...... Kernkraft, wer braucht die schon? Längst könnte sie von alternativen Energiequellen, wie Wind, Wasser oder Sonne abgelöst sein. Doch irgendwie sind die meisten Menschen zu stur. Umdenken heißt die Devise, wer kann es sich denn heute noch erlauben, nach alten Strukturen zu leben? Wer nicht mitzieht, wird vom Markt verdrängt. So sollte es doch sein, zum Jahrtausendwechsel. Denkste! Da nimmt man lieben in Kauf, dass ein Reaktor explodiert oder dass die Atomabfälle zwischen den schönen Rosenrabatten in Nachbars Garten gelagert werden. Ganz zu schweigen von der Instandhaltung und den Renovierungskosten, die so ein Kraftwerk jährlich kostet. Nein, so geht es nicht. Sonne, Wind und Wasser sind doch da, sie umgeben uns doch täglich. Da ist es doch schade, dass sie uns jeden Tag umsonst umgeben. Aber wer will schon Energie zum Nulltarif? Und das muß keine Vision bleiben, ist Realität nicht zum Greifen nah? Anstatt in Atomreaktoren zu investieren, sollten die Firmen ihr Geld lieber in Solarzellen stecken. Gleichzeitig entstehen hier auch wieder eine Menge nützliche Arbeitsplätze. Dann müßten sich Riester und Trittin darüber keine Gedanken machen. Das Duo könnte zusammen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, für Dinge, die schon älter sind als die Menschheit. Ist das alles so schwer zu verstehen?
Lieber 20 Windkrafträder vor meiner Tür, als auch nur ein Atomkraftwerk. Aber an der Regierungsspitze wird eben alles zerredet, als das, was wirklich wichtig ist, zu verwirklichen.
Die Antwort, Umsetzung und die Möglichkeiten sind uns Menschen doch gegeben, eben zum Greifen nah. Aber dieses Volk ist eben doch ein Gewohnheitstier und meine Vivendsion verwandelt sich doch zu einer Vision, einer Traumvorstellung.


"Eine Vision, was ist das?"